Anwalt für schlechte Bewertung

Sie sind Arzt oder Unternehmer und haben eine schlechte Bewertung erhalten?

Bewertungen sind in unserer digitalen Informationsgesellschaft kaum mehr wegzudenken. Nahezu jede Leistung und jedes Unternehmen kann im Internet bewertet werden. Ob über die Bewertungsfunktion von Google Maps, Facebook, auf branchenspezifischen Bewertungsportalen wie Tripadvisor, Sanego oder Jameda oder im Rahmen einer Arbeitgeberbewertung auf kununu: die Möglichkeiten, seine Meinung zu einem Unternehmen oder etwa einem Arzt zu äußern, sind unbegrenzt. Grundsätzlich unterfallen selbstverständlich auch Online-Bewertungen dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit gem. Art. 5 Abs. 1 GG. Darüber hinaus ist der Anspruch auf Informationsfreiheit der Leser solcher Bewertungen zu berücksichtigen. Doch auch die Zulässigkeit von schlechten Bewertungen findet ihre Grenze dort, wo in nicht gerechtfertigter Weise das allgemeine Persönlichkeitsrecht bzw. das Unternehmenspersönlichkeitsrecht des Bewerteten verletzt wird. Unzulässig sind unwahre Tatsachenbehauptungen oder Schmähkritik, die keine sachliche Auseinandersetzung mit Ihrem Unternehmen oder Ihrer Leistung erkennen lässt. Insofern gilt das oben bereits Erläuterte und ein Anwlat für schlechte Bewertungen kann helfen.

 

Anwalt und Bewertungsplattform

Häufigstes Problem bei Onlinebewertungen ist die Anonymität im Netz, die dazu führt, dass schlechte Bewertungen unter Pseudonymen abgegeben werden, sodass sich der Bewertete nicht sicher sein kann, dass der Verfasser der Bewertung tatsächlich Kunde oder Patient bei ihm war. Berechtigt, eine Bewertung abzugeben, ist nur derjenige, der auch tatsächlich einen Geschäftskontakt zu dem Unternehmen oder dem Arzt hatte. Ist dies nicht der Fall, ist die Bewertung unzulässig und zu löschen. Um dieser Problemstellung entgegenzuwirken und die Portalbetreiber, die nicht wissen können, ob der Bewertende tatsächlich Kunde war oder, ob die in der Bewertung enthaltenen Behauptungen wahr sind, zu schützen, hat die Rechtsprechung das sogenannte „Notice-and-Takedown“-Verfahren entwickelt. Der von der Bewertung Betroffene oder ein Anwalt muss das Bewertungsportal zunächst darauf hinweisen, dass die Bewertung unzulässig ist und die Gründe hierfür erläutern. Der Portalbetreiber muss die Anfrage dann an den Verfasser der schlechten Bewertung weiterleiten, ihn zur Stellungnahme auffordern und diese Stellungnahme wiederum an den von der Bewertung Betroffenen übermitteln. Nimmt der Bewertende nicht Stellung, muss die Bewertung durch den Portalbetreiber gelöscht werden. Oftmals führen die Bewertungsportale dieses vorgeschriebene Verfahren nicht ordnungsgemäß durch, dann besteht ein Unterlassungsanspruch gegen den Portalbetreiber als sogenannter mittelbarer Störer, sodass man das Portal auf Unterlassung – nötigenfalls in einem gerichtlichen Verfahren – in Anspruch nehmen kann. Da der Hinweis zur Löschung sehr konkret sein muss, kann ein Anwalt für schlechte Bewertungen hier häufig unterstützen.

Daneben bestehen grundsätzlich auch Auskunftsansprüche im Hinblick auf die Identität des Verfassers der schlechten Bewertung gegen das Portal. Aufgrund der datenschutzrechtlichen Bestimmungen verweigern die Portale häufig die Auskunft, sodass – will man den Verfasser der Bewertung ermitteln, um auch gegen ihn wegen der Verbreitung der unzulässigen Äußerungen vorgehen zu können – die Auskunft häufig nur in einem gerichtlichen Verfahren erlangt werden kann.

 

Ihre schlechte Bewertung wude abgemahnt?

Es kommt häufig vor, dass Nutzer für die Vergabe einer schlechten bzw negativen Bewertung eine Abmahnung erhalten. Oft lässt sich für die Betroffenen nur schwer feststellen, was der Grund für die Abmahnung ist oder dieser ist für sie nicht nachvollziehbar. Was viele nicht wissen: Es bedarf nicht immer eine beleidigende Äußerung, um die Unzulässigkeit einer Bewertung zu begründen. Grundsätzlich wird zwischen Tatsachenbehauptungenund Meinungsäußerungen unterschieden. Bei einer Meinungsäußerung, die jedem zusteht, wird nicht zwischen wahr und unwahr unterschieden. Solange sie keine Beleidigungen enthält oder Inhalte, welche in den Schutzbereich des Persönlichkeitsrechts eingreifen, ist solch eine Äußerung prinzipiell immer zulässig. Was jedoch unzulässig ist, sind schlechte Bewertungen in Form von unwahren Tatsachenbehauptungen. Es kommt unter Umständen auch zu Abmahnungen von wahren Tatsachenbehauptungen. Denn auch diese sind unzulässig, sobald sie einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht einer anderen Person darstellen.

Vorsicht bei strafbewehrten Unterlassungserklärungen

Sollten sie Empfänger einer anwaltlichen Abmahnung wegen einer schlechten Bewertung sein, gilt es wie bei allen Abmahnungen auf folgende Punkte zu achten. Zum einen sollten Abmahnungen immer Ernst genommen werden. Beigefügte strafbewehrte Unterlassungserklärungen sollten nie leichtfertigt und ohne die vorherige Beratung eines Anwaltes unterschrieben werden.

Wir unterstützen sie gerne, wenn sie eine Abmahnung erhalten haben. Wir haben reichliche Erfahrungen mit Abmahnungen und wissen, worauf es zu achten gilt und wie am Besten vorgegangen wird.

 

Unsere Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte haben einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit den verschiedenen Bewertungsportalen und können Ihnen kompetent bei der Durchsetzung Ihrer Rechte zur Seite stehen.