Was tun bei einer Presseanfrage?

 

Grundlegende Tipps im Umgang mit Presseanfragen / Presseanfrage beantworten

 

Regeln für Presseanfragen

 

Das Landespressegesetz (LPrG)

 

Auskunftsanspruch aus dem Landespressegesetz (LPrG)

 

Presseanfrage an Privatpersonen und an Unternehmen

 

Presseanfrage und DSGVO

 

Anlegung und Nutzung von Presseverteilern

 

Datenminimierung: Minimale Daten und maximale Aktualität

 

Verarbeitung von personenbezogenen Daten in Pressemeldungen

 

Medienprivileg: Die Presse hat sich selbst eingeladen

 

Die Presse kommt auf Einladung

 

Presseanfrage Verdachtsberichterstattung

 

Was ist eine Verdachtsberichterstattung?

 

Wann ist eine Verdachtsberichterstattung zulässig?

 

Presseanfrage wegen Straftat

 

Rechtliche Ausgangslage der Berichterstattung über Strafverfahren

 

Vorverurteilung durch Berichterstattung über Strafverfahren unzulässig

 

Verdachtsberichterstattung und Verbot der Prangerwirkung

 

Presseanfrage Betrug

 

Presseanfrage Untreue

 

Presseanfrage Körperverletzung

 

Welche unterschiedlichen Arten der Körperverletzung gibt es?

 

Wie wird eine Körperverletzung geahndet?

 

Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit – unsere Tipps

 

Pressemitteilung schreiben

 

Anwalt für Presseanfragen

 

Was tun bei einer Presseanfrage?

Ein Journalist ruft an. Was tun? In erster Linie sollte man Vorsicht walten lassen, denn hinter einem solchen Anruf lauern meist Gefahren für den Ruf von Personen, Produkten oder Unternehmen. Hier sind die Experten für Medienrecht aus der Media Kanzlei als erfahrene Strategieentwickler ideale Krisenbegleiter.

 

Nicht immer geht es bei Presseanfragen um Ihre Erfolge, Ihr Wissen oder Ihre Expertise. Es kann auch sein, dass eine Presseanfrage sich auf ein für Sie kritisches Thema bezieht.

Gründe für kritische Presseanfragen können sein:

 
  • - Eingeleitetes Ermittlungsverfahren
  • - Unternehmenspanne
  • - Whistleblower
  • - Online „Shitstorm“ über das Unternehmen

Grundlegende Tipps im Umgang mit Presseanfragen / Presseanfrage beantworten

Es gibt einige Tipps, die Sie im Umgang mit Presseanfragen beachten sollten, um die Situation mit den Journalisten zu meistern:

    1. Vorabrecherche
 

Seien Sie vorbereitet, wenn Sie ein Interview geben. Klären Sie vorab die folgenden Punkte:

  • - Wer und welches Medium führen das Interview?
  • - Hintergrund, Zeitpunkt und der Dauer eines Interviews
  • - Freigabe der Zitate vor Abdruck
 
  1. Vorbereitung
 

Bereiten Sie sich auf ein mögliches Interview vor – möglicherweise helfen Ihnen Stichpunkte hierbei.

 
  1. Ruhe bewahren bei unangekündigtem Besuch

Ohne Ankündigung stehen plötzlich einer oder gleich mehrere Journalisten vor Ihrer Tür? Sicherlich sind Sie in einer solchen Situation sehr aufgebracht. Aber: Bewahren Sie Ruhe, schreien und schimpfen Sie nicht, bedrohen und schubsen Sie niemanden oder halten die Hand vor die Kamera!

  • - Gehen Sie nicht auf inhaltliche Fragen ein, sondern vereinbaren Sie einen Termin.
  • - Führen Sie das Interview immer im Beisein von mindestens einer weiteren Person.
  • - Lassen Sie sich eine Visitenkarte des Journalisten oder zumindest eine Telefonnummer der Redaktion geben.

So geben Sie dem Journalisten keinen Anlass für eine negative Berichterstattung über den Vorfall.

  1. Professionelle Gespräche

Bleiben Sie freundlich und höflich, aber sprechen Sie nichts an, was Sie nicht im Beitrag lesen oder hören möchten.

  1. Reduzierung der Fachsprache

Vermeiden Sie Fachausdrücke, die sich dem Verbraucher nicht direkt erschließen oder die sehr distanziert wirken.

 

Regeln für Presseanfragen

 

Bevor Sie auf eine Presseanfrage antworten, nehmen Sie sich etwas Zeit und beachten Sie die folgenden Regeln/Tipps:

  • - Nehmen Sie Beratung durch bspw. unser Team in Anspruch, bevor Sie antworten oder Interviews geben
  • - Geben Sie keine voreiligen Auskünfte am Telefon, sondern verlangen Sie eine schriftliche Anfrage mit konkreten Fragen des Journalisten
  • - Informieren Sie ggf. Ihre Vorgesetzten.
  • - Sagen Sie grundsätzlich nichts, was Sie nicht veröffentlicht sehen möchten.

Geben Sie keine personenbezogenen Auskünfte – etwa über Kollegen oder Vorgesetzte.

Das Landespressegesetz (LPrG)

Die Landespressegesetzte vermitteln den Pressevertretern umfangreiche Ansprüche im Hinblick auf ein bestimmtes Auskunftsersuchen. So bestimmt beispielweise § 4 Abs. 1 LPrG: „Die Behörden sind verpflichtet, den Vertretern der Presse, die sich als solche ausweisen, zur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgabe Auskünfte zu erteilen.“

Auskunftsanspruch aus dem Landespressegesetz (LPrG)

Aus dem Landespressegesetz kann sich ein Auskunftsanspruch ergeben. Anspruchsberechtigte im Sinne der Vorschrift sind all diejenigen Personen und Unternehmen, die an der öffentlichen Aufgabe der Ermittlung und Verbreitung von Nachrichten mitwirken, dazu Stellung beziehen, Kritik üben oder auf andere Weise an der Meinungsbildung teilnehmen. Nach ständiger Rechtsprechung des BVerfG kann es für die Beurteilung der Presseeigenschaft jedenfalls nicht auf eine bestimmte „Seriosität“ des Mediums ankommen, da die Pressefreiheit nicht auf „seriöse“ Pressevertreter beschränkt sei. Eine Selektierung nach bestimmten Kriterien darf folglich nicht erfolgen. Einzelne Pressevertreter dürfen gegenüber ihren Mitbewerbern auch nicht bevorzugt behandelt werden (vgl. § 4 Abs. 3 BlnPrG).

Taugliche Anspruchsgegner im Sinne der LPrG sind nach dem Wortlaut „Behörden“. Der Begriff schließt neben Gemeinden, Staatsanwaltschaften und Gerichten auch Parlamente und deren Verwaltungen mit ein. Selbst privatrechtliche Organisationen oder Unternehmen können als „Behörde“ anzusehen sein. Voraussetzung ist dabei aber stets, dass sie Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge im Auftrag der öffentlichen Hand übernehmen und/oder von der öffentlichen Hand beherrscht werden.

Die Auskunftspflicht erstreckt sich grundsätzlich auf die Beantwortung konkreter Fragen, die sich auf Tatsachen beziehen. Einer generellen Interviewanfrage müssen Behörden somit beispielweise nicht nachkommen. Ein Akteneinsichtsrecht oder gar die Übermittlung des Akteninhalts in Kopie vermitteln Auskunftsansprüche nach den Landespressegesetzen nicht.

Achtung: Auch wenn grundsätzlich eine Auskunft durch die Behörden zu erteilen ist, muss eine solche nicht zwingend in jeder Fallkonstellation einschlägig sein. Etwa § 4 BlnPrG normiert im 2. Absatz entsprechende Ausnahmetatbestände: „Auskünfte können nur verweigert werden, soweit Vorschriften über die Geheimhaltung entgegenstehen oder Maßnahmen ihrem Wesen nach dauernd oder zeitweise geheim gehalten werden müssen, weil ihre Bekanntgabe oder ihre vorzeitige Bekanntgabe die öffentlichen Interessen schädigen oder gefährden würde oder hierdurch die sachgerechte Durchführung eines schwebenden Verfahrens vereitelt, erschwert, verzögert oder gefährdet werden könnte oder ein schutzwürdiges privates Interesse verletzt würde.“

Als schutzwürdiges privates Interesse kommt insbesondere das allgemeine Persönlichkeitsrecht der von der Presseanfrage Betroffenen aus Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1 GG in Betracht.

Presseanfrage an Privatpersonen und an Unternehmen

Muss eine Privatperson oder ein Unternehmen eine Presseanfrage beantworten? Der journalistische Auskunftsanspruch richtet sich nur gegen den Staat, nicht gegen einzelne Bürger, Unternehmen oder Vereine. Den presserechtlichen Auskunftspflichten unterliegen Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden. Auskunftspflichtig sind nicht nur (Verwaltungs-)Behörden im engeren Sinn, sondern alle staatlichen Stellen, also auch Parlamente, Gerichte, Eigenbetriebe von Bund, Ländern und Gemeinden (Theater, Schwimmbäder, Krankenhäuser), aber auch Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Verweigert eine prominente Persönlichkeit eine Stellungnahme, kann die Berichterstattung möglicherweise dennoch zulässig sein, weil bereits an der Person an sich ein überragend öffentliches Interesse besteht.

Grenzen:

Der Presse können Auskünfte verweigert werden, wenn

  • durch ihre Erteilung die sachgemäße Durchführung eines schwebenden Verfahrens vereitelt, erschwert, verzögert oder gefährdet werden könnte, Vorschriften über die Geheimhaltung entgegenstehen,
  • ein überwiegendes öffentliches oder schutzwürdiges privates Interesse verletzt würde oder
  • ihr Umfang das zumutbare Maß überschreitet (fehlt in einigen Landespressegesetzen).

Allerdings muss die Behörde im Einzelfall immer prüfen, ob das Informationsinteresse der Öffentlichkeit höher steht als die oben genannten Gründe.

Presseanfrage und DSGVO

Bisher fehlen nationale Regelungen zur Ausgestaltung der Öffentlichkeitsarbeit, sodass die Arbeit der Pressesprecher in Unternehmen sich nach den Anforderungen der DSGVO richtet.

Anlegung und Nutzung von Presseverteilern

Sowohl die Speicherung der Kontaktdaten eines Journalisten als auch die Übermittlung der Neuigkeiten ist auf eine Rechtsgrundlage zu stützen. Als Rechtsgrundlage kommt in beiden Fällen das berechtigte Interesse in Betracht (Art. 6 Abs. 1 f DSGVO).

Datenminimierung: Minimale Daten und maximale Aktualität

Bei der Speicherung von Daten wird immer das Prinzip der “Datenminimierung” eingehalten. Laut DSGVO ist ein Presseverteiler und die darin enthaltenen Daten einerseits immer aktuell zu halten und andererseits so sparsam wie möglich anzulegen. Das heißt, dass ausschließlich jene Daten zu speichern erlaubt sind, die für das Versorgen von Journalisten mit Pressemitteilungen notwendig ist.

Verarbeitung von personenbezogenen Daten in Pressemeldungen

Bei der Veröffentlichung von Bildern in Pressemeldungen, auf welchen der Betroffene deutlich erkennbar ist, sollte die Einwilligung der Beschäftigten eingeholt werden (Art. 6 Abs. 1 a DSGVO iVm. § 26 Abs. 2 BDSG). Hierbei sind die Beschäftigten ausreichend über die Datenverarbeitung zu informieren und die Freiwilligkeit der Einwilligung muss beachtet werden. Bei Bildern, auf denen die Person nur Beiwerk ist, kann die Datenverarbeitung auf das berechtigte Interesse gestützt werden.

Medienprivileg: Die Presse hat sich selbst eingeladen

Erscheint die Presse aus eigenem Antrieb im Unternehmen, um bspw. Filmaufnahmen für eigene Zwecken zu erstellen, gilt das Medienprivileg. Das Erstellen der Filmaufnahmen richtet sich nach dem KUG. Trotz der Befreiung von datenschutzrechtlichen Verpflichtungen, hat das Unternehmen Fürsorgepflichten gegenüber den Beschäftigten sowie Pflichten als Hausherr zu beachten.

Die Presse kommt auf Einladung

Wird die Presse vom Unternehmen eingeladen, ist von den Beschäftigten grundsätzlich die Einwilligung für die Erstellung der Aufnahmen einzuholen.

Presseanfrage und die Regeln der Verdachtsberichterstattung

Was ist eine Verdachtsberichterstattung?

Eine Verdachtsberichterstattung liegt vor, wenn über ein moralisches, soziales oder juristisches Fehlverhalten berichtet wird. Es steht noch nicht fest, ob derjenige, über den berichtet wird, eine Tat begangen hat. Es besteht lediglich eine Verdachtslage. Die Medien können die Wahrheit des Vorwurfs nicht beweisen, berichten aber trotzdem über den Vorwurf. Dies kann fatale Folgen für den Betroffenen haben.

Wann ist eine Verdachtsberichterstattung zulässig?

Eine Verdachtsberichterstattung ist zulässig, wenn objektiv und sachlich berichtet wird und vor der Berichterstattung mit erhöhter Sorgfalt recherchiert wurde.

Checkliste zur Verdachtsberichterstattung:

  1. - Presse und Medien müssen ihre Behauptung auf einen „Mindestbestand an Beweistatsachen“ stützen – sie brauchen konkrete Anhaltspunkte, die den Verdacht stützen.
  2. - Der Betroffene darf nicht vorverurteilt werden.
  3. - Der Betroffene muss Gelegenheit haben, zu den konkreten Vorwürfen Stellung zu nehmen - Anhörung des Betroffenen (zwingend)
  4. - Das ganze Thema muss ein Vorgang von „gravierendem Gewicht sein“ – es darf also nicht um unwichtige Kleinigkeiten gehen - es muss ein öffentliches Interesse an der Berichterstattung geben
  5. - Kennzeichnung als Verdacht- es muss klar gemacht werden, dass lediglich über einen Verdacht berichtet wird

Liegen diese Voraussetzungen vor, ist die Berichterstattung meist zulässig.

Medien dürfen grundsätzlich über solche Vorgänge berichten, die noch nicht bewiesen sind und bei denen lediglich ein Verdacht besteht (Presseprivileg).

Leider kommt es immer wieder vor, dass Medien die Grundsätze der Verdachtsberichterstattung nicht einhalten. In solchen Fällen konnten wir schon zahlreiche Ansprüche unserer Mandanten erfolgreich durchsetzen. Unter diesem Link finden Sie einige unserer Erfolgsfälle bezüglich unzulässiger Verdachtsberichterstattung.

Presseanfrage wegen Straftat

Rechtliche Ausgangslage der Berichterstattung über Strafverfahren

Bei der Berichterstattung über einen Verdacht ist es Voraussetzung, dass durch die Art der Darstellung deutlich gemacht wird, dass es sich um nicht mehr als einen Verdacht handelt. Es ist daher zumindest erforderlich, dass erkennbar wird, dass die Sachlage offen ist, die Tat nicht erwiesen ist und im Ergebnis nicht mehr für als gegen seine Richtigkeit spricht.

Vorverurteilung durch Berichterstattung über Strafverfahren unzulässig

Bei Medienberichten über Straftaten und Strafverfahren ist ferner jede vorverurteilende Darstellung, die den unzutreffenden Eindruck erweckt, der Betroffene sei der ihm vorgeworfenen strafbaren Handlung bereits überführt, zwingend zu vermeiden. Unzulässig ist auch eine auf reine Sensation ausgehende, bewusst einseitige, verfälschende oder lückenhafte Darstellung.

Verdachtsberichterstattung und Verbot der Prangerwirkung

Weiter dürfen ehrverletzende Verdächtigungen wegen der damit verbundenen Prangerwirkung nur dann in einer die Identität des Betroffenen preisgebenden Weise veröffentlicht werden, wenn an der Herausstellung der Person des Tatverdächtigen ein besonderes und die Interessen des Betroffenen überwiegendes öffentliches Interesse besteht. Ein derartiges Interesse kann überhaupt nur dann gegeben sein, wenn es sich bei der im Raume stehenden Straftat um eine solche von erheblicher Bedeutung handelt, oder der Verdächtige in einer herausgehobenen Position oder in einem besonderen Verhältnis zur mutmaßlichen Tat steht.

Dem Betroffenen muss in jedem Fall der Sachverhalt, der den Verdacht begründet, zur Stellungnahme vorgelegt werden, um dessen Standpunkt zu erfahren. Das wird leider von vielen Medien missachtet.

Wurde dies von den Medien nicht beachtet, können im Einzelfall Ansprüche gegen die Medien geltend gemacht werden. Wenden Sie sich hierzu gerne an das Team der Media Kanzlei.

 

 

Presseanfrage Betrug

 

Was bedeutet Betrug nach dem Strafgesetzbuch?

Der Betrug ist das wichtigste Vermögensdelikt. Schutzgut ist hierbei das Vermögen in seiner Gesamtheit. Das Strafrecht definiert den Betrug im Strafgesetzbuch, dem StGB. Dort steht in § 263, was unter einem Betrug zu verstehen ist:

„Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

In der Norm heißt es also, dass die Betrugshandlung in einer Täuschung über Tatsachen mittels einer wahrheitswidrigen Behauptung besteht. Möglich ist außerdem ein sonstiges Verhalten, das einen bestimmten Erklärungswert beinhaltet und die Irreführung anderer bezweckt.

Eine Täuschung geht immer mit der Einwirkung auf die Vorstellung eines anderen einher. Der hervorgerufene Irrtum ist dann wiederum das Ergebnis dieser Beeinflussung. Beide Elemente müssen laut § 263 StGB kausal verknüpft sein.

Eine Vorbereitungshandlung zu einer Täuschung über Tatsachen nach § 263 StGB muss nicht unweigerlich immer zum Erfolg führen. Denn eine unrichtig gewordene Vorstellung ist nicht per se mit einem Irrtum im Sinne des Betruges gleichzusetzen.

Laut § 263 StGB kann der Betrug bzw. die ihm zugeschriebene Täuschung in Form der Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen verwirklicht werden. Entscheidend ist dabei, dass eine objektive-subjektive Sinnverknüpfung vorliegt. Ein Betrüger muss sich also über die Unrichtigkeit der Behauptung im Klaren sein.

Für die Täuschung beim Betrug muss der Täter nicht selbst oder allein auf das Opfer einwirken.

Die Anwälte und Anwältinnen der Media Kanzlei beraten Sie gerne bei der Frage, wie Sie auf eine Presseanfrage wegen eines Betrugsfalls reagieren sollten.

 

 

Presseanfrage Untreue

Die Untreue ist ein Straftatbestand und wird in § 266 StGB geregelt. Sie stellt ein Vermögensdelikt dar, das sich in zwei Tatbestände unterteilt: den Missbrauchstatbestand und den Treubruchtatbestand. In beiden Fällen steht der Schutz des Vermögens als Ganzes im Vordergrund.

Beide Tatbestände setzen zwei Dinge voraus:

Der Täter muss eine Vermögensbetreuungspflicht innehaben, z. B. aufgrund eines Gesetzes, eines behördlichen Auftrags oder eines Rechtsgeschäfts.

Die Handlung des Täters muss einen Vermögensschaden beim Vermögensinhaber verursachen.

Die Verpflichtung zur Vermögensbetreuung beruht gewöhnlich auf einer besonderen Qualifizierung oder Stellung des Täters. Er ist dadurch angehalten, fremde Vermögensinteressen besonders zu schützen. Eine Strafbarkeit wegen Untreue kommt aber nur dann in Betracht, wenn diese Vermögensbetreuungspflicht zu den Hauptpflichten des Täters gehört und er in diesem Zusammenhang einen gewissen Entscheidungsspielraum hat.

Die Anwälte und Anwältinnen der Media Kanzlei beraten Sie gerne bei der Frage, wie Sie auf eine Presseanfrage wegen eines Falls der Untreue reagieren sollten.

 

 

Presseanfrage Körperverletzung

Die Körperverletzung ist laut dem Strafgesetzbuch (StGB) eine Straftat, die in den Paragraphen 223 bis 231 unter Strafe gestellt wird. In diesen Paragraphen werden die Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit thematisiert. Gleich in § 223 StGB wird der Begriff kurz beschrieben. Demnach handelt es sich bei der Körperverletzung um eine Handlung, bei der eine Person einer anderen einen körperlichen Schaden zufügt, sie misshandelt oder anderweitig in ihrer Gesundheit schädigt. Auch der reine Versuch der Körperverletzung ist laut StGB strafbar.

Eine reine Belästigung ist natürlich noch keine Körperverletzung. Hier muss eine Grenze überschritten werden, die in ein unangemessenes und übles Vorgehen mündet. Wird bei dieser Handlung das Wohlbefinden oder aber die körperliche Unversehrtheit eines Menschen beeinträchtigt, so handelt es sich laut Definition um eine Körperverletzung.

 

 

Welche unterschiedlichen Arten der Körperverletzung gibt es?

Grundsätzlich wird zwischen einer fahrlässigen, gefährlichen und schweren Körperverletzung unterschieden. Zudem gibt es auch den Tatbestand der Körperverletzung mit Todesfolge.

Wie wird eine Körperverletzung geahndet?

Für eine Körperverletzung ist ein Strafmaß von einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe angesetzt.

Die Anwälte und Anwältinnen der Media Kanzlei beraten Sie gerne bei der Frage, wie Sie auf eine Presseanfrage wegen eines Falls der Körperverletzung reagieren sollten.

 

 

Pressearbeit und Öffentlichkeitsarbeit – unsere Tipps

Die Öffentlichkeitsarbeit, auch als PR oder Public Relations (Englisch für Öffentliche Beziehungen) bezeichnet, umfasst die öffentliche Kommunikation von Behörden, Organisationen, Personen und Unternehmen mithilfe der modernen Kommunikationsmittel und Wirtschaftswissenschaften zur Pflege der Beziehung der jeweiligen Partner zur Öffentlichkeit.

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens ist vor allem ein wichtiges Marketing-Tool. Wird sie jedoch nicht richtig betrieben, kann das dem Unternehmen eher schaden, als dass es Vorteile bringt. Sie sollten sich daher gut überlegen, wann Sie eine Pressekonferenz halten, eine Pressemitteilung veröffentlichen oder mit der Öffentlichkeit kommunizieren.

Das Team der Media Kanzlei steht Ihnen hierbei gerne beratend zur Seite.

Pressemitteilung schreiben

 

 
  1. Das Wichtigste kommt zuerst: die W-Fragen

Wenn Sie eine Pressemitteilung schreiben, beginnen Sie mit dem Wichtigsten. Doch was ist das? Um herauszufinden, was das Wichtigste in ihrer Presseanfrage ist, können Sie sich an den W-Fragen orientieren:

 

Wer?

 

Was?

 

Wann?

 

Wo?

 

Wie?

 

Warum?

 

Woher/welche Quelle?

 
  1. Keep it short and simple! (KISS)
  • Journalisten haben wenig Zeit: Formulieren Sie Ihren Text daher möglichst so, dass er publikationsfertig ist, d.h. kurze Sätze, keine Schachtelsätze und keine Substantive. Nutzen Sie starke Verben!
  • Bezeichnen Sie genau: Wer hat was gemacht? Meiden Sie Passivkonstruktionen.
  • Vermeiden Sie Fremdwörter und Abkürzungen. Die Regel lautet: Den Text soll am Ende jeder verstehen. Achten Sie dabei auch auf Wortwiederholungen. Synonyme machen die Mitteilung bunter.

Checkliste: Pressemitteilung schreiben

 

Das Wichtigste am Anfang?

 

Fremdwörter gemieden?

 

Abkürzungen erklärt?

 

Kurze Sätze?

 

Adjektive und Adverbien gestrichen?

 

Aktiv formuliert?

 

Substantivierungen umgeschrieben?

 

Starke Verben genutzt?

 

Wortwiederholungen?

 

Wer ist eigentlich "man"?

 
  1. KISS – das gilt auch für die formalen Aspekte
  • Schreiben Sie die Pressemitteilung kurz & knackig! Achten Sie auf Übersichtlichkeit, d.h. nicht länger als eine Seite, 1,5-fachen Zeilenabstand.
  • Fokussieren Sie sich auf einen Aspekt und beschreiben Sie diesen. Differenzieren Sie, wann Sie welche Informationen unterbringen wollen, wenn Sie eine Pressemitteilung schreiben.
  • Direkt am Anfang Ihres Textes sollte deutlich hervorgehoben das Wort Pressemeldung / Pressemitteilung stehen. Datum und Ansprechpartner mit Kontaktdaten sind unerlässlich.
  • Wenn möglich, liefern Sie Bildmaterial (nicht mehr als 2 bis 3 MB) direkt mit. Eine Pressemitteilung wird immer als PDF versendet.
  1. Keine Werbung

Schreiben Sie die Meldung möglichst neutral. Eine Pressemitteilung schreiben Sie nicht aus Werbegründen, sondern als Vorlage für journalistische Produkte.

Nutzen Sie Quellen, Daten und Fakten. Zitate machen Meldungen lebendig. Qualität ist entscheidend. Nutzen Sie greifbare Formulierungen, die Schlagzeilen machen könnten.

Rechtschreib- und Zeichenfehler sind ein absolutes No-Go!

 

Auch die Anwälte der Media Kanzlei helfen Ihnen gerne, eine Presseanfrage zu schreiben.

 

 

 

Anwalt für Presseanfragen

Das Presserecht regelt, was und worüber Journalistinnen und Journalisten schreiben und berichten dürfen (Pressefreiheit) – und was sie nicht dürfen.

Das Medienrecht ist eine Querschnittsmaterie, dem insbesondere das Presserecht und das Äußerungsrecht zuzuordnen sind.

Die Rechtsanwälte der Media Kanzlei Frankfurt helfen Ihnen u.a. dabei rund um das Thema „Medienrecht, Presse- und Äußerungsrecht“. Die Media Kanzlei Frankfurt I Hamburg ist auf diese Bereiche besonders spezialisiert, die sich stets im Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrecht entscheiden. Themenschwerpunkte sind u.a. Privatsphäre/Intimsphäre, Fotorecht/Bilderrecht, Beleidigungen und Verdachtsberichtserstattung.